Informationen zur Beikost Einführung

Beikost einführen - Baby

Beikost ist ein wichtiges Thema und spielt bei der Ernährung eines Babys eine entscheidende Rolle. Ab einem gewissen Zeitpunkt genügt es nicht mehr, dass Baby nur durch Stillen oder Flaschennahrung zu ernähren. Nach und nach ersetzt feste Nahrung das Stillen bzw. die Anfangs- oder Folgemilch aus der Flasche. Doch wann ist es Zeit für die erste Beikost? Welche Nahrungsmittel sind empfehlenswert und wann ist das Kind bereit? Wir haben die wichtigsten Informationen und Fakten in diesem Ratgeber zusammengestellt.

Inhaltsverzeichnis:

Beikost einführen – erste Informationen

AmazonWachsen, die Welt entdecken und täglich neues lernen – Babys sind stets aktiv und lernen Tag für Tag. Doch irgendwann genügt es nicht mehr, die Kleinen nur mit Muttermilch zu versorgen. Mit der Zeit sehen sich junge Eltern mit dem Thema Beikost einführen konfrontiert. Damit verbunden ist gerade beim ersten Neugeborenen eine gewisse Unsicherheit.

Verwunderlich ist das nicht. Während es beim Stillen wenig Spielraum und kaum offene Fragen gab, ist Beikost deutlich umfangreicher – gerade zu Beginn. Doch schwierig muss das nicht sein. Mit den Informationen aus unserem Artikel lernt man, worauf es beim Beikost Einführen ankommt und welche Tipps helfen.

Wie in vielen Bereichen des Lebens gilt auch beim Ernähren der Babys: Wer sich umfassend und frühzeitig informiert, der wird beim Beikost Einführen keine Probleme bekommen. Und im Endeffekt kann es echt Spaß machen, den Kleinen beim Essen zuzuschauen.

Ab wann ist Beikost empfehlenswert?

Geeignet ist das Einführen von Beikost frühestens nach Vollendung des 4. Monats. Das ist jedoch nur ein grober Anhaltspunkt. Normalerweise sagt man, dass Babys zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat die Beikostreife erreicht haben.

Es gibt Babys, die sind tatsächlich im fünften Monat soweit und können mit Beikost ernährt werden. In anderen Fällen ist die Verdauung und der Darm zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht soweit entwickelt und es ist noch zu früh für das Beikost Einführen.

So erkennt man, ob das Baby grundsätzlich beikostreif ist

Es gibt einige Anzeichen dafür, dass der Zeitpunkt für die Beikost Beikost gekommen ist. Zeigt das Baby beispielsweise Interesse an der Nahrung und möchte sich diese eigenständig in den Mund stecken, so ist dies ein klares Indiz.

Wichtig ist, dass die Koordination entsprechend ausgeprägt und die Bewegung Hand zu Mund vorhanden ist. Außerdem ist beispielsweise auch entscheidend, dass das Kind möglichst eigenständig aufrecht sitzen kann. Dazu gehört natürlich das selbstständige Halten des Köpfchens.

Wenn das Baby die Nahrung nicht mit der Zunge herausschiebt, ist dies ebenso ein Anzeichen dafür, dass der Zeitpunkt für die Beikost gekommen ist. Dieses Herausschieben nennt sich Zungenstoßreflex. Dieser Reflex bildet sich mit Beginn der Beikostreife zurück.

Tipps zum Erkennen:

  1. Wer sich unsicher ist, kann mit dem Kinderarzt oder der Hebamme darüber sprechen. Beide Personengruppen verfügen über die Erfahrung und können sagen, ob das Baby bereits reif für Beikost ist.
  2. Macht das Baby bereits viele Anzeichen, möchte aber noch keinen Brei essen? Das ist absolut kein Problem. In einem solchen Fall ist es ratsam, lieber etwas langsamer an das Thema heranzugehen. Positives Denken und Geduld sind hier die Schlüssel zum Erfolg.
  3. In jedem Fall sollte man vermeiden, dem Baby etwas Aufzuzwingen. Eine kleine Pause ist sinnvoller und möglicherweise klappt es ja in ein paar Tagen mit dem Beikost Einführen.

Warum sollte nach dem sechsten Monat mit Beikost begonnen werden?

Viele Eltern sehen Beikost und gerade die ersten Versuche als echtes Problem an. Mit dem richtigen Zeitpunkt ist das jedoch nicht der Fall. Doch wann ist denn nun der richtige Zeitpunkt für die erste Mahlzeit? Und warum ist Beikost dann wichtig?

Milch allein genügt ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr und deckt folglich nicht mehr den Nährstoffbedarf ab. Während einige Experten vom fünften Monat sprechen, sehen die Erfahrungen meist anders aus. So ist es nämlich in der Regel besser, die Babyernährung für die ersten sechs Monate komplett der Muttermilch zu überlassen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Umstellung auf Beikost ab dem 6. Monat.

Ab diesem Zeitpunkt sollte man nach Möglichkeit umsteigen. So genügt es zu dem Zeitpunkt nicht mehr, das Kind nur mit Muttermilch zu ernähren. Die Eisenreserven lassen sich nur dadurch nämlich nicht mehr auffüllen. Mit dem Alter des Kindes verändert sich deren Nährstoff- und Kalorienbedarf. Bei Muttermilch liegt der Fettanteil bei 50 % und dieser muss für die Entwicklung des Kindes reduziert werden. Also muss das Milchfett durch pflanzliches ausgetauscht werden. Das ist mitunter der wichtigste Grund, weshalb man in jedem Fall auf Beikost setzen sollte.

Beikost – der Speiseplan wird abwechslungsreicher

Die Einführung von Beikost ist spannend, denn das Baby lernt eine Reihe von bisher unbekannten Geschmäckern kennen. Hier gilt es experimentierfreudig zu sein. Auf diese Weise können Eltern am besten herausfinden, welche Sorten das Baby am liebsten mag.

Zu Beginn empfiehlt es sich, weniger geschmacksintensive Breie zu nehmen. Beliebt ist beispielsweise die Sorte Möhre. Zu Beginn werden häufig Obst- und Gemüsesorten gefüttert. Später kommen Nudeln, Reis und Fleisch dazu.

Tipps für einen angenehmen Beikoststart:

Im Rahmen der Tipps empfiehlt es sich, zunächst lediglich eine Mahlzeit durch Brei zu ersetzen. Meist wird dies zur Mittagszeit gemacht. Für einen möglichst angenehmen Start in das Beikost Einführen sollte man die folgenden Tipps beherzigen:

  • Die ersten Breie sollten lediglich aus mildem Gemüse wie eben Möhre oder Kürbis bestehen. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich für mindestens die gesamte erste Woche.
  • Nach den ersten Tagen können Kartoffeln integriert werden. Gelingt dieser Schritt, sollte man diese Konstellation für mindestens eine weitere Woche so nehmen.
  • Nach und nach wird es immer abwechslungsreicher. So kann nach weiteren sieben Tagen auch Fleisch oder Fisch auf den Ernährungsplan hinzugefügt werden.
  • Ab dem siebten Monat sollte es möglich sein, auch die Abendmahlzeit durch Brei zu ersetzen.
  • Wichtig ist, dass man Vorfreude bei dem Kleinen auslöst. Das gelingt am ehesten, wenn Eltern es vormachen und ebenfalls mit dem Löffel essen.
  • Sollte es zu Beginn noch Anfangsschwierigkeiten geben, so ist das überhaupt kein Problem. Hier gilt: Bloß kein Druck machen und es stattdessen lieber in ein paar Tagen nochmal versuchen.

Fertigprodukte oder selbstgekocht?

Beim Beikost Einführen gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. Zum einen können Eltern fertigen Brei kaufen. Alternativ besteht aber auch die Möglichkeit, den Brei selbst zu kochen. Hier gibt es verschiedenste Rezepte, die für Abwechslung sorgen. Dabei kann auch wenig bis gar nicht gewürztes Essen der Eltern püriert und gefüttert werden.

Seit einiger Zeit gibt es aber auch einen Trend, der bei Eltern sehr beliebt ist – die Rede ist von BLW. BLW bedeutet Baby-led-weaning und bedeutet übersetzt in etwa Baby gesteuerte Entwöhnung. Das mag auf den ersten Blick seltsam klingen. Prinzipiell geht es darum, dass es keinen Brei gibt, sondern von Beginn an normale Familienkost.

BLW – Baby-led-weaning

AmazonDie Alternative zum Brei ist BLW. Hier isst das Kind quasi vom Tisch mit und füttert sich selbst. Dafür wird das Baby beispielsweise in einem Hochstuhl mit an den Esstisch gesetzt. Teile vom Essen kann man dem Kind auf den eigenen Tisch legen und es kann selbst bestimmen, was und wie viel es ist. Empfehlenswert ist eine fußbodenschonende Unterlage. Denn zu Beginn spielt das Kind viel mit dem Essen und das meiste landet auf dem Boden. Nach und nach beginnt das Baby an der Nahrung zu lutschen und irgendwann landen die ersten Stücke im Magen. Zum Essen nimmt es die Hände.

Nach den ersten BLW Mahlzeiten wird gestillt, denn das Wenigste landet im Bauch und der Hunger bleibt. Mit der Zeit wird das Kind ganze Muttermilchmahlzeiten durch feste Nahrungsmittel ersetzen.

Als erste Lebensmittel zum Probieren eignen sich beispielsweise Brot, Nudeln ohne Soße, Gemüse oder Obststücke. Alles sollte in Stücken serviert werden, die gut in die Babyhand passen.

Welche Nahrungsmittel eignen sich für Beikost?

Was die Nahrungsmittel angeht, so gibt es eine bunte Vielfalt an Möglichkeiten. Zu Beginn eignen sich beispielsweise für die Einführung Zucchini, Kürbis oder Karotten. Diese Zutaten sind leicht zu verdauen und gut verträglich, daher bestens geeignet als Babynahrung Babynahrung.

Nach und nach kann der Speiseplan erweitert werden. So eignen sich weniger Wochen später bereits eine Reihe von weiteren Lebensmitteln. Welche Beispiele das sind, das zeigt die folgende Auflistung:

  • Kartoffeln
  • Nudeln
  • Bananen
  • Apfel
  • Reisflocken
  • Fleisch
  • Karotten

Zwischen dem 7. und 8. Monat entwickeln sich Baby´s weiter und die Zähne bilden sich. Nun ist es möglich, auch folgende Lebensmittel zu integrieren:

  • Blumenkohl
  • Mais
  • Brokkoli
  • Kohlrabi
  • Vollkornflocken
  • Pfirsich

Über die Zeit ist es möglich, langsam auf Familienkost umzusteigen. Neben Wasser kann man auch milde Säfte oder Tee als Getränk anbieten. Bestenfalls enthalten diese gar keinem oder nur sehr wenig Zucker.

Beikost auch in Kombination mit Stillen / Flaschennahrung?

Wer Beikost einführen möchte, der kann dennoch sein Baby stillen oder auch die Flaschennahrung (Säuglingsmilch, Anfangsmilch, Folgemilch…) weiter geben. Die Kombination ist überhaupt kein Problem, lediglich das volle Stillen ist ab dem 6. Monat nicht mehr empfehlenswert. So kann bis zum vollendeten ersten Lebensjahr teilweise weiter gestillt werden. Einige Mütter stillen (Ratgeber Stillen Ratgeber Stillen) auch noch um einiges länger.

Wie viel Beikost ist empfehlenswert?

Während Baby´s in der Stillzeit nach Gefühl gefüttert werden, sieht es nach dem Wechsel auf Beikost ggf. etwas anders aus. Wie viel Brei ist empfehlenswert? Nun, das hängt im ersten Moment davon ab, wann mit der Beikost begonnen wird. Zu Beginn genügen bereits ein paar Löffel, da sich das Kind erst einmal an die neue Ernährungsform gewöhnen muss. Nach und nach werden die Portionen dann erhöht.

In der Regel wird das Baby sich auch bemerkbar machen sobald es satt ist, indem es etwa anfängt zu meckern, mit den Armen wild fuchtelt oder einfach den Mund geschlossen lässt. Hier sollte man einfach die Körpersprache des eigenen Kindes lesen lernen und das Sättigungsgefühl akzeptieren. Auch sollte man sich nicht verunsichern lassen, wenn das Kind an einigen Tagen etwas mehr oder weniger isst als an anderen, dies kann einfach Tagesform abhängig sein. Ganz ohne Druck bietet man einfach Stunden später oder am Folgetag nochmal etwas an, und schaut entspannt wie es läuft.

Beikost einführen – Fazit – Aller Anfang ist schwer

AmazonLetztendlich ist Beikost einführen gar nicht so schwer. Sobald die ersten Schritte getan sind und die Beikost die ersten Monate funktioniert hat, kann der Übergang zur Familienkost begonnen werden. Klappt alles, kann das Kind zunehmend stückigeres Essen bekommen.

Mit der Zeit werden dann mehr und mehr auch die anderen (Milch-)Mahlzeiten ausgetauscht. Mit diesen Tipps gelingt der Wechsel von Muttermilch oder Flaschennahrung zur Beikost spielend. Ein persönliches kurzes Zwischenfazit zum Thema Beikost Einführung gibt es hier zu lesen.

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Zuletzt bearbeitet: 1. Juli, 2019
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