Ein stressfreies Weihnachten – Tipps für ein frohes und entspanntes Weihnachtsfest

Stressfreies Weihnachten - Weihnachtsfest

Jeder liebt und hasst die Weihnachtszeit. Gerade für Familien kann diese Zeit herausfordernd sein. Das gilt für den Geldbeutel, wie für die Nerven. Nur wie kommt es, dass die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit, zur Stressfalle wird? Schuld daran ist unser Hollywoodbild von Weihnachten.

Die Familie sitzt harmonisch an einen reichgedeckten Tisch. Die Kinder lachen, der Weihnachtsbaum ist groß und wunderschön geschmückt. Darunter stehen viel Geschenke, eins größer als das andere. Draußen liegt der weiße Schnee, das Haus ist festlich dekoriert und alles duftet nach Zimt. Eines vorweg: Dieses perfekte Szenario wird in den wenigsten Fällen Realität. 😉

Inhaltsverzeichnis:

Tipps für ein frohes und entspanntes Weihnachtsfest

Der größte Stressfaktor an Weihnachten ist die Perfektion, nach der wir streben. Doch wie sieht es wirklich aus?

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Gerade Eltern haben die Weihnachtsfeiern der Jobs, die Weihnachtsfeste von Schule und Kindergarten und eins der Kinder führt bestimmt etwas auf. Die Schwiegereltern kommen zu besuch, das Haus ist voll, Einkäufe müssen erledigt, Geschenke eingepackt und Weihnachtskarten weggeschickt werden. Bei solch geballter Menge an Aufgaben – dabei muss einfach irgendetwas schief gehen!

Zeitmanagement und Prioritäten richtig setzen

kidsroom box.jpgDas heißt, als Erstes sollte man schon vor Dezember überlegen, was man in der Weihnachtszeit machen möchte und auf was man verzichten kann. Das Prioritätensetzen sollte nicht unterschätzt werden. Oft wollen wir in kurzer Zeit zu viel. Zu Veranstaltungen “Nein-Sagen“, entlastet den Familienalltag ungemein. Die Planung sollte von allen Mitgliedern der Familie gestaltet werden. So kann man alle Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigen.

Man muss nicht auf jeden Weihnachtsmarkt und für die Weihnachtsfeiern der Kinder, kann man sich mal aufteilen. Auch Großeltern gehen gerne zu solchen Festigkeiten und Eltern können entlastet werden. Weihnachtsmärkte können schön sein, aber entpuppen sich oft als voll und anstrengend. Überlegen sie sich, ob ein gemütliches Plätzchen backen mit der gesamten Familie, schöner sein kann.

So wie die Aktionen in der Weihnachtszeit sollte auch das Weihnachtsfest von allen geplant sein. Häufig haben Jugendliche völlig andere Bedürfnisse als die Eltern. Hier gilt es Kompromisse abzuschließen. Sollten Sie kleine Kinder haben, dann schieben sie die Bescherung nicht zu weit nach hinten. Das vermeidet bockige und launische Kinder. Muss man vor der Bescherung noch etwas Zeit rumbekommen, kann vielleicht Oma oder Opa die Kinder warm einpacken und etwas an die frische Luft gehen. Im Anschluss, nach dem Essen, können die kleinen endlich ihre Geschenke auspacken und ausprobieren und die Erwachsenen in Ruhe ein Glas Wein genießen.

Ein weiterer Fehler, den vor allem Mütter gerne begehen, ist alles allein schaffen zu wollen. Es gibt mehr als eine Person in der Familie, wieso sollte nur eine Person alles vorbereiten. Kinder freuen sich sehr, wenn sie helfen dürfen den Weihnachtsbaum mit Lichterketten und bunten Kugeln zu dekorieren.

Den Nachtisch können auch die Schwiegereltern vorbereiten, die Wohnung dekorieren kann ein gemeinsames Projekt sein. Auch der Einkauf und das Kochen, sollte aufgeteilt werden. So wird jeder gebraucht und man kann wirklich von einem gemeinsamen Fest reden.

Denn darum geht es: Die Weihnachtszeit sollte eine besondere Zeit für Familien sein, um gemeinsam schöne Momente zu haben. Sollte es Spannungen innerhalb der Familien geben, dann sind heikle Themen zu vermeiden. Außerdem entlädt sich die Situation, wenn man zusätzlich gute Freunde einlädt.

Traditionen, Perfektionismus oder doch lieber entspannt und stressfrei?!

Es muss nicht zwingend nach den Traditionen gehen, wenn diese eine Gefahr für die Harmonie darstellen. Traditionen führen oft zu hohem Druck. Dies fällt besonders bei dem Weihnachtsessen auf.

Jeder kennt das Bild von einem mehrgängigen Menü, bei dem das Highlight, der Weihnachtsbraten ist. Solch ein pompöses Weihnachtsessen, erfordert viel Zeit, Planung und Geld. Die meisten Kinder essen viel lieber einfache Gerichte (leckere Rezepte). Überlegen sie gemeinsam als Familie, was sie gerne essen möchten. Besonders beliebt, einfach und den Essenden anpassbar sind Raclette oder Fondue Raclette oder Fondue.

Auch die Deko muss nicht extravagant und auf dem Punkt sein. Vielleicht passt das selbstgebastelte Engelchen ihres Kindes farblich nicht rein, aber es ist etwas Persönliches und ihr Kind freut sich, wenn es einen Platz in der Deko bekommt. Viel Deko kann man selbst herstellen. Ein Großteil des Materiales kann man aus dem Wald holen und mit einem schönen Familienspaziergang kombinieren. Mit Kind und Kegel – ggf. mit dem geliebten Hund – durch den Schnee spazieren gehen kann eine sehr entspannende Wirkung auf alle beteiligten haben.

Bei der Weihnachtsdeko Weihnachtsdeko gilt, oft ist weniger einfach mehr! Sie müssen nicht der Nachbarschaft beweisen, dass sie die schönste Außenbeleuchtung haben und die besten Fenster. Es muss ihnen und ihrer Familie gefallen. Nur darauf kommt es an. Zu der Deko gehört auch der Weihnachtsbaum. Viele kaufen ihn erst kurz vor dem Fest. Somit wird auch der Baum ein zusätzlicher Stressfaktor kurz vor dem Fest. Das können sie vermeiden, in dem sie einen Baum früher besorgen. Außerdem hat man so auch länger Freude an ihm und er wird fester Bestandteil der Weihnachtsdeko.

Beim Plätzchenbacken können sie ihren Perfektionismus auch runterschrauben. Anstatt zehn verschiedenen Plätzchensorten suchen sie sich drei bis vier Plätzchenrezepte raus. Sie müssen auch nicht perfekt aussehen, sondern nur schmecken. 🙂

Allgemein sollten sie versuchen, ihre Weihnachtszeit zu entschleunigen. Genießen sie die Momente, ärgern sie sich nicht über Fehler und nutzen sie die Zeit für Gemeinschaft. Wenn mal was liegen bleibt, geht davon die Welt nicht unter. Sie müssen nicht jedem Weihnachtstrend mitmachen. Kreieren sie sich ihr eigenes Weihnachten, mit den Highlights, die sie haben wollen. Wenn es ihr Weihnachten wird, dann wird es ein schönes Weihnachten unabhängig von Druck und Perfektionismus.

Weihnachten und Geschenke

Der größte Spannungsfaktor sind Geschenke. Unsere Konsumgesellschaft macht sich alle Ehre an Weihnachten. Eltern geben oft 200 bis 300 EUR und mehr pro Kind an Weihnachten aus. Das ist deutlich zu viel und absolut nicht notwendig. Bei Weihnachten geht es nicht um das größte Geschenk. Wir schenken, um unsere Wertschätzung zu zeigen, und das geht auch mit Kleinigkeiten.

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Hier sind ein paar Tipps, die Zeit, Geld und Nerven spart:

  1. Nicht jeder braucht Geschenke!
    Sie müssen nicht allen Freunden, Nachbarn und Verwandten etwas schenken. Viele Familien klären untereinander, dass nur Kinder etwas bekommen oder nur Kleinigkeiten verschenkt werden dürfen. Oftmals reicht bei Freunden eine nette Karte.
  2. Selbstgemachte Geschenke
    Wenn sie gerne ihren Freunden oder Verwandten etwas schenken wollen, dann muss es nicht immer ein teures Parfum Parfum sein. Die meisten freuen sich über persönliche, selbstgemachte Geschenke am meisten. Das erspart ihnen die überteuerte Shoppingtour und zeigt ihrem Gegenüber, dass sie ihn wichtig sind. Besonders effektiv sind gleiche Geschenke für verschiedenen Personen. Zum Beispiel für alle Frauen ein selbstgemachtes Peeling und für die Männer einen selbstgemachten Brotaufstrich. Eine Tüte mit selbstgebackenen Keksen, ist ein Klassiker, der nie zu Ende geht.
  3. Zeit und Aufmerksamkeit verschenken
    Heutzutage ist das kostbarste Gut Zeit! Wozu ein teures Geschenk, wenn sie Zeit verschenken können. Basteln sie einen Gutschein für ein gemeinsames Frühstück oder für einen Spaziergang am Sonntag. Wenn sie Zeit verschenken, zeigt es ihrem Gegenüber, dass er so wertvoll ist, dass sie Zeit mit ihm/ihr verbringen wollen.
  4. Klarheit und Wünsche definieren
    Oft schenkt man nicht nur zu vielen Menschen im Bekanntenkreis etwas, man bekommt auch zu viel geschenkt. Jeder kennt diese Geschenke, mit denen man nichts anfangen kann, aber man sich dankbar zeigen muss. Um der Konsumgesellschaft und unangenehmen Geschenken, entgegenzuwirken, sagen sie deutlich, was sie wollen. Sprechen sie mit ihren Freunden und Verwandten, dass sie keine Geschenke wollen. Wenn sie gerne Geschenke möchten, dann sagen sie deutlich, was sie sich wünschen und gebrauchen können. So haben sie und der Schenkende weniger Stress.
  5. Lehre Bescheidenheit
    Damit Kinder nicht völlig überladen sind, sprechen sie mit der Familie Geschenke ab. Oftmals ist es schöner, dass mehrere für eine große Sache zusammenlegen, anstatt zehn kleine Geschenke zu bekommen. Kinder (vor allem jüngere) sind bei großen Mengen an Geschenken überfordert und verlieren einen realistischen Blick über Geschenktem. Oftmals gehen Kinder von großen Mengen an Geschenken aus und halten sie für selbstverständlich. Das liegt nicht an ihrer Gier, sondern weil sie es von klein auf, so kennen gelernt haben. Besonders Kindern aus großen Familien erliegen diesem falschen Bild, aber Einzelkinder welche von allen Seiten reichlich beschenkt und verwöhnt werden. Um Dankbarkeit zu erlernen, hilft es Kinder selbst etwas schenken zu lassen. Zum Beispiel Spielzeug, welches sie nicht mehr haben wollen zu verschenken. Kinderheime aber auch Kitas freuen sich immer über Spenden. Aber auch tolle gemeinnützige Aktionen, wie Weihnachten im Schuhkarton, zeigt Kindern auf eine wunderbare Weise, wie schön schenken sein kann und dass für andere Kinder Geschenke nicht alltäglich sind.

Nun ist ihr Moment gekommen. Legen Sie los und gestalten Sie Ihr individuelles Familienweihnachten. Ganz nach den Wünschen und Bedürfnissen von ihnen allen.
Ein frohes – aber vor allem stressfreies Weihnachtsfest mit Ihren Liebsten!

Zuletzt bearbeitet: 6. November, 2019
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