Der positive Schwangerschaftstest

Frau wartet unter Umständen Monate auf ihn: den positiven Schwangerschaftstest Schwangerschaftstest.
Wurde vielleicht eine gefühlte Ewigkeit geübt (oder hat es sogar beim ersten Mal direkt geklappt?), so kann es sich ziemlich unwirklich anfühlen, wenn sich plötzlich der zweite Streifen beim Urintest am Morgen abzeichnet…

Bei mir war es ähnlich. Irgendwie hatte ich schon beim Kauf des Schwangerschaftstests in der Apotheke so ein komisches Bauchgefühl, als ob ich wusste, dass es geklappt hätte. Ich wollte mich aber nicht so in das Thema reinsteigern und habe den Gedanken an ein mögliches positives Testergebnis zunächst einmal verdrängt. Intuitiv habe ich aber direkt auf Alkohol und rohes Fleisch verzichtet. Einen Tag bevor meine Periode hätte kommen sollen, war ich mit einer guten Freundin verabredet. Als ich zu ihr ins Auto gestiegen bin, schaute sie mich einen Moment an und fragte mich dann: „Sag mal, bist du schwanger? Du siehst so anders aus. So frisch und strahlend!“ Da ich ja bereits den gleichen Gedanken hatte, traf es mich wie ein Blitz. Konnte das wirklich sein? Hatte es wirklich geklappt? Bekommen wir ein Kind?

Für den Fall der Fälle hatte ich mich bereits im Vorfeld mit ausreichend Schwangerschaftstest ausgerüstet. Also machte ich am nächsten Tag einen Test. Ich legte ihn zur Seite und witmete mich dem Haushalt. Als ich ins Badezimmer zurückkehrte und den Test in die Hand nahm, konnte ich meinen Augen kaum glauben: Es waren tatsächlich zwei Streifen zu sehen! Völlig ungläubig, obwohl ist wusste das solche Tests heutzutage zuverlässig sind, nahm ich einen weiteren Teststreifen aus seiner Verpackung (ich wollte wirklich ganz sicher sein). Und wie hätte es auch anders sein sollen: auch dieser war positiv. Ich nahm die beiden Tests und ging die Treppen hinunter, um meinem Mann einen Besuch in seinem Büro abzustatten. „Ich bin schwanger!“, platzte es direkt aus mir heraus und ich zeigte ihm die beiden Tests. Ich glaube, dass auch er nicht so richtig mit der Situation umzugehen wusste. Zumindest war seine Reaktion relativ verhalten. Wie geht es denn jetzt weiter, fragte ich mich. Nachdem ich mich wieder etwas beruhigt hatte, rief ich bei meinem Gynäkologen an. Pech nur, dass wir kurz vor dem Jahreswechsel standen und die Praxis geschlossen hatte. Mist! Eine Woche warten und das, obwohl ich doch so ungeduldig bin…

Nach einer Woche konnte ich dann endlich jemanden erreichen und durfte auch sofort in die Praxis kommen. Zunächst wurde mir dort ein Becher, in dem ich Urin abgeben sollte, gereicht. Danach zitierte man mich ins Labor, wo mir dann noch gefühlt ein Liter Blut abgenommen wurde. Tausend fragen zu familiären Erkrankungen und Extrauntersuchungen in Eigenleistung prallten auf mich ein. Auch ein HIV-Test wurde mir empfohlen. Ich unterschrieb für den HIV-Test und nahm die Zettel zu den Eigenleistungen und einen großen Haufen Infomaterialen mit. Danach durfte ich mit meinem Arzt sprechen, „Sie sind schwanger!“, begrüßte er mich freundlich. „Ich glaube schon“, stammelte ich, immer noch völlig ungläubig. Nachdem er mich zum Thema Ernährung und co. beraten hatte, gingen wir ins Untersuchungszimmer, wo ein vaginaler Ultraschall gemacht wurde. Das einzige was man sehen konnte, war ein großer schwarzer Punkt in meiner Gebärmutter, die Fruchthöhle. Ich sollte einen Termin für in einer Woche machen um zu sehen, ob sich dort ein Embryo entwickeln würde.

Zuhause angekommen, legte ich die Infomaterialien zur Seite. Ich konnte mich damit noch nicht befassen. Zum nächsten Termin nahm ich meinen Mann mit. Ich war so gespannt, ob man diesmal mehr sehen konnte. Und tatsächlich: Auf dem Ultraschall erkannte man in der Fruchthöhle eindeutig einen kleinen, weißen Punkt der rhythmische Bewegungen zeigte. Ein Herzschlag! Völlig überwältigt von dem Ereignis, ging ich zur Anmeldung und vereinbarte einen neuen Termin für in vier Wochen. Danach wurde mir mein Mutterpass überreicht. Jetzt hatte ich es schwarz auf weiß: Ich werde Mama!

Ein positiver Schwangerschaftstest Schwangerschaftstest verändert die Welt einer Frau von jetzt auf gleich mit einer Gewalt, die man sich zunächst nicht vorstellen kann. Auch wenn man es sich mehr als alles andere gewünscht hat kann es sein, dass sich erst ein Schockzustand einstellt. Anstatt sich zu freuen, können Gedanken kommen wie „Will ich das wirklich?“, „Jetzt gibt es kein zurück mehr!“, „Alles wird sich verändern!“, „Ich bin noch gar nicht bereit!“. Das ist völlig normal und in Ordnung! Schließlich ändert sich wirklich alles von jetzt auf gleich. Man kann nicht mehr alles essen, natürlich keinen Alkohol mehr trinken und man muss ständig zu irgendwelchen Vorsorgeuntersuchungen. Der Körper gehört einem nicht mehr allein, sondern man trägt jetzt Verantwortung für ein weiteres Lebewesen, das in einem heranwächst. Dies Vorstellung ist gerade am Anfang der Schwangerschaft völlig abstrakt. Und dann noch die ganzen Schwangerschaftshormone… Kein Wunder, dass man erstmal aus der Bahn geworfen wird!

Setzt euch also nicht unter Druck, wenn sich zunächst keine große Freude einstellen will, ihr viel weint oder gar nicht wisst, was ihr fühlen sollt. Euer Körper und eure Seele müssen sich erstmal auf die neue Situation einstellen. Und glaubt mir: Wenn das geschehen ist, liegt vor euch die spannenste Zeit eures Lebens…

Zuletzt bearbeitet: 21. Februar, 2018
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